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Nepalhilfe Tirol: der Weg zurück ins normale Leben führt über Schulen und Arbeitsplätze

Am 25. April 2017 jährt sich das große Erdbebenunglück von Nepal zum zweiten Mal. Während sich die großen Tourismusregionen langsam vom Schock erholen gleichen viele Dörfer am Land noch Geisterstädten. In Bothe Namlang, einem kleinen Dorf nördlich von Kathmandu, dürfen sich 250 Kinder nun freuen – mit Hilfe der NepalHilfe Tirol konnte dort eine neue Schule errichtet werden, die das gesamte Dorf revitalisiert. Ein wichtiger erster Schritt entlang eines „steinigen Wegs zurück ins normale Leben“, meint Obmann Wolfgang Nairz.

Rund 8.600 Menschen kamen beim großen Erdbeben am 25. April 2015 ums Leben, mehr als 22.000 Menschen wurden verletzt, hunderttausende Überlebende standen vor den Trümmern ihrer Existenz. Mit einer umfangreichen Hilfsaktion setzte die Nepalhilfe Tirol rund um Bergsteigerlegende und Obmann Wolfgang Nairz damals sofort alle Hebel in Gang, um vor allem den Menschen am Land zu helfen. In dem nördlich von Kathmandu liegenden Dorf Bothe Namlang wurden bei dem Erdbeben 600 Häuser zerstört. Genau zum zweiten Jahrestag der Katastrophe kann nun endlich die neu errichtete Schule bezogen werden, möglich war dies nur durch die vielen Spenden der TirolerInnen. Umgerechnet rund 170.000 Euro hat das Projekt gekostet, ein Drittel davon musste allein für den Materialtransport ins abgelegene Dorf aufgewendet werden. Denn Straßen wie bei uns gebe es keine, schildert Nairz, der erst zu Ostern von einem Besuch vor Ort zurückkehrte. Für die Einwohner ist die Schule nicht nur eine Bildungseinrichtung, sondern ein Symbolbild für ihre erfolgreiche Zukunft: „Die Schule belebt das gesamte Dorf neu, sie ist das gesellschaftliche Zentrum. Hätten wir sie nicht gebaut, hätten die Einwohner abwandern müssen. Der Dank gilt jedem einzelnen, der uns hier finanziell und tatkräftig unterstützt hat“, erklärt Nairz. Gleichzeitig mit dem Bau der Schule wurden durch das Anlegen einer neuen Kaffeeplantage wertvolle Arbeitsplätze geschaffen. „Die Leute sind sehr optimistisch eingestellt. Sie wollen aber keine Almosen, sie wollen Arbeit“, unterstreicht Nairz die Bedeutung. In einem nächsten Schritt auf dem „steinigen Weg zurück ins Leben“ gilt es, ausgebildete Lehrer für die Schule zu finanzieren, denn die Regierung stellt für die 250 Schüler nur vier Lehrer zur Verfügung. Die Kosten dafür betragen zwischen 2000 und 4000 Euro pro Lehrer und Jahr, man sei also weiterhin auf die Hilfe anderer angewiesen, so Nairz: „Nepal zählt zu den neun ärmsten Ländern der Welt. Bedarf gibt es hier vor allem im medizinischen und sozialen Bereich, vor allem aber fehlt es an Schulen. Die Arbeit der Regierung verläuft nur sehr schleppend und chaotisch. Beliebte Kulturstätten wie die Stupa in Bodnath konnten mit Hilfe von Privatinitiativen innerhalb von eineinhalb Jahren wieder aufgebaut werden, während es bei anderen Denkmälern, die in der Obhut der Regierung liegen, immer noch gleich aussieht wie zwei Tage nach dem Erdbeben.“ Neben der finanziellen und tatkräftigten Unterstützung aus dem Ausland sei es aber vor allem wichtig, die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Nairz, der gemeinsam mit weiteren Persönlichkeiten des Himalaya- Tourismus, wie u.a. Reinhold Messner oder auch Peter Hillary, vom nepalesischen Tourismusminister zum „Honorary Tourism Goodwill Ambassador“ nominiert wurde, um den Tourismus wieder anzukurbeln, ruft dazu auf, das Land zu bereisen: „Der Tourismus ist auf 60% zurückgegangen, dabei hat er wirtschaftlich eine enorme Bedeutung. Jeder, der das Land besucht, lernt nicht nur die kulturelle Vielfalt und die wunderbaren Naturschätze des Himalaya kennen, er hilft gleichzeitig mit, Nepals Zukunft zu gestalten.“

Von Tirol nach Nepal

Seit 16 Jahren verfolgt die Nepalhilfe Tirol das Ziel, die medizinische Versorgung und das Sozialwesen Nepals zu fördern. Mit verschiedenen Projekten in Tirol und Nepal unterstützen sie auf unbürokratische Weise die nepalesische Bevölkerung. Die teilweise zerstörte Bung-Clinic im südlichen Solu Khumbu wurde in Zusammenarbeit mit der Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland wieder aufgebaut. Diese kleine „Healthstation“ erlaubt die medizinische Grundversorgung vor allem älterer Menschen, die nicht stunden-und tagelang zum nächsten Hospital gehen können. Aktuell soll auch das Hillary Hospital in Khunde wieder aufgebaut werden. Neben der Verbesserung der Infrastruktur unterstützt die Nepalhilfe Tirol aber auch mit anderen Initiativen: mit dem „Ofenprojekt- Wärme für Nepal“ etwa wurde der Nepalese Tek Bahadur Shresta in Tirol zum Ofenbauer ausgebildet und kann nun in der gemeinsam mit dem Partner Sonam Sherpa errichteten Werkstatt NAS – Nepal-Austrian Stove Factory in Kathmandu kleine Wärmeerzeuger produzieren. In Zusammenarbeit mit dem AMS Tirol und motivierter Hüttenwirte soll auch heuer wieder das Sherpaprojekt durchgeführt werden, bei dem Nepalesen in Tirol eine Ausbildung in Hüttenbewirtschaftung erhalten.

Jede Hilfe ist willkommen!

Spendenkonto:
Nepalhilfe Tirol
IBAN: AT86 3600 0000 0064 5895
BIC: RZTIAT22

Ihre Spende ist steuerlich absetzbar! Spendenbegünstigungsbescheid Nr. SO 2550

Weitere Informationen zu den Projekten unter www.nepalhilfe-tirol.at.

Rückfrage-Hinweis:

Nepalhilfe Tirol
Wolfgang Nairz

mobil +43 664 3011497

www.nepalhilfe-tirol.at
alpinconsult@nairz.at

 

Jahresbericht 2016 der Nepalhilfe Tirol

Fast 2 Jahre sind seit dem Erdbeben vergangen. In den Tourismusgebieten ist von den schlimmen Zerstörungen fast nichts mehr zu sehen. Mit viel Energie und Optimismus haben die Menschen ihre Häuser wieder aufgebaut – mit viel Unterstützung von privaten Organisationen, darunter auch der NepalHilfe Tirol. Jedoch in den Gebieten ohne Tourismus sind die Zerstörungen nach wie vor zu sehen, hier gibt es teilweise „Geisterdörfer“ und die Menschen brauchen die Hilfe, da es kaum eine staatliche Unterstützung gibt.

Das Allerwichigste aber ist, dass die Menschen wieder Arbeit brauchen- sie wollen keine Almosen, sondern wollen wie früher wieder unterwegs sein, Trekker und Bergsteiger begleiten und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Trekking ist in fast allen Gebieten Nepals wieder ohne Probleme möglich!

Die Botschaft sollte daher lauten: Fahrt nach Nepal! Dies ist die beste Hilfe für das Land und die Menschen!

Natürlich sind die Projekte, die die NepalHilfe Tirol gemeinsam mit den nepalesischen Partnern durchführt wichtig und nachhaltig.

Mit der baulichen Fertigstellung eines Krankenhauses oder der Schule in Sindhupalchokh ist es noch lange nicht getan, sondern die nachhaltige Nutzung ist uns ein großes Anliegen. Es müssen Schuleinrichtung, Schulkleider für Kinder und vor allem auch gute Lehrer finanziert werden. Darin liegt in Zukunft das Hauptaugenmerk der NepalHilfe Tirol.

Um hier auch in den kommenden Jahren nachhaltig etwas zu bewirken, zählt die NepalHilfe Tirol wieder auf die Großzügigkeit der Freunde, Gönner und Sponsoren.

Ein herzliches Danke, dass Sie der NepalHilfe Tirol treu bleiben!
Nur gemeinsam können wir den Menschen in diesem wunderbaren Land helfen!

Danke,
Namaste und Tashi Delek

NepalHilfe Tirol

AKTUELLE PROJEKTE:

  • Der Wiederaufbau des Hillary Hospitals in Khunde (die Reinhold Messner Stiftung hat dafür auch € 100.000,- zur Verfügung gestellt) geht zügig voran. Gemeinsam mit dem Himalayan Trust Canada und Neuseeland soll das gesamte Krankenhaus bis Ende August 2017 fertiggestellt sein. Alle notwendigen Baumaterialien sind bereits vor Ort und Dr. Kami, Leiter des Krankenhauses ist zuversichtlich, dass der Neubau rechtzeitig fertig wird.
  • Der erdbebensichere Bau unserer Schule in Sindhupalchowk (nördlich von Kathmandu) geht ins Finale. Die Green Tara Foundation von Tashi Tenzing, einem unserer Partner in Nepal, kümmert sich vor Ort um alle Belange. Die neue Schule soll bis Ende Mai 2017 und Dank der Spenden der Freunde der NepalHilfe Tirol können die Dorfbewohner wieder optimistischer in die Zukunft blicken. Die neue Schule gibt 350 Kindern eine Zukunftsperspektive. In der Folge gilt es die Finanzierung des Lehrkörpers sicher zu stellen.
  • Das „Ofenprojekt – Wärme für Nepal“ konnte im Dezember 2016 erfolgreich abgeschlossen werden. Unser nepalesischer Freund Tek Bahadur Shresta, der in Tirol eine intensive Ausbildung im Wifi und bei den Ofenbaufreunden in Imst erhalten hat, ist jetzt im Stande selbstständig Öfen zu bauen und zu warten. In Kathmandu wurde eine kleine Werkstatt – gemeinsam mit unserem Partner Sonam Sherpa- eröffnet: NAS- Nepal-Austrian Stove Factory. Wir haben „Wärme nach Nepal“ gebracht. Ein Großteil der Werkstätteneinrichtung und wertvolle Geräte konnten über Sponsoren aufgetrieben werden und wurden nach Nepal geliefert.

Sherpaprojekt:

Durch die gute Zusammenarbeit mit dem AMS-Tirol und den HüttenwirtenInnen wird auch 2017 das Sherpaprojekt wieder durchgeführt. Zwischen drei und fünf Monaten werden Nepalesische Freunde auf  Tiroler Hütten verbringen und  dort eine gute Ausbildung in Hüttenbewirtschaftung erhalten. Nebenbei erhalten sie auch eine stattliche Entlohnung . Dank an alle Hüttenwirte/innen ! Das Projekt hat sich nicht nur als großartiges Ausbildungsprojekt entwickelt, sondern ist eine wertvolle Unterstützung für nepalesische Familien.

Ein großer Dank an alle beteiligten Hüttenwirte/innen

Bung- Clinic:

Die teilweise zerstörte Bung-Clinic im südlichen Solu Khumbu- 1989 von Sir Edmund Hillary erbaut- wurde in Zusammenarbeit mit der Sir Edmund Hillary Stiftung Deutschland wieder aufgebaut. Diese kleine „Healthstation“ erlaubt die medizinische Grundversorgung- vor allem älterer Menschen, die nicht stunden-und tagelang zum nächsten Hospital gehen können. Die Bung Clinic wird von „The Partners Nepal“ betreut.

Darüber hinaus wurde anläßlich des 50- Jahr Jubiläums des Khunde Hospitals an Dr.Kami, Leiter des Krankenhauses, ein neuer Defibrilator und ein tragbares EKG- Gerät übergeben.

Die NepalHilfe Tirol hat auch für das Jahr 2017 den Spendenbegünstigungsbescheid SO 2550 vom FA Wien erhalten. Spenden können somit als Sonderausgaben teilweise steuerlich geltend gemacht werden. Seit 1.1.2017 muss der Spender jedoch seinen Namen und das Geburtsdatum bei der Überweisung bekanntgeben, damit wird der Spendenbetrag seitens der NepalHilfe Tirol automatisch an die Finanz weitergeleitet. Wir bitten dies zu beachten!

 

Wolfgang Nairz
Obmann der NepalHilfe Tirol

Sherpas sagen auf Wiedersehen in Tirol

Mit Mitte Oktober sind fast alle der 27 Sherpas und Nepalis, die im Rahmen eines Projektes der NepalHilfe Tirol seit Anfang Juni auf Tiroler Hütten tätig waren, in die Heimat zurückgekehrt. Mit im Gepäck haben sie viele nützliche Erfahrungen für ihre Zukunft als Hüttenwirt/in oder Trekkingguide.

26 Tiroler Alpenvereinshütten und Berggasthäuser beteiligten sich heuer wieder am „Sherpaprojekt“, das auf Initiative des bekannten Tiroler Alpinisten Wolfgang Nairz (er war u.a. 1978 Expeditionsleiter bei der Erstbesteigung des Mount Everest ohne Sauerstoff und stand selbst als erster Österreicher am Gipfel des höchsten Berges der Welt) entstand. Aus seinem persönlichen Wunsch, für die Menschen in jenem Land, das für ihn zur zweiten Heimat wurde, etwas zu tun, wurde durch die Unterstützung der NepalHilfe Tirol und durch die teilnehmenden Hüttenwirte ein Vorzeigeprojekt in Sachen „Hilfe zur Selbsthilfe“:

Den ganzen Sommer über lernten die Sherpas in Tirol alles, was für das Funktionieren einer Hütte in den Bergen nötig ist. Die beteiligten Hüttenwirt/innen versuchten den Sherpas soviel wie möglich zu vermitteln: Den Umgang mit Wasser, Strom, Wegebau, aber auch alles rund um Küche, Betreuung der Gäste bzw. Hygiene und Umweltschutz.

Nach dem furchtbaren Erdbeben im Jahr 2015 in Nepal normalisiert sich die Lage sehr langsam. Gerade in dieser schweren Zeit und auch im Sommer, in der Monsunzeit, gibt es für viele aber keine Arbeit. Und somit hat das Praktikum in Tirol für die Sherpas und deren Familien noch einen „Nebeneffekt“- die Teilnehmer werden auf den Hütten und Berggasthöfen nach Kollektivvertrag entlohnt und verdienen somit über einen Sommer lang soviel, wie zum Beispiel ein Lehrer in Nepal in zwei Jahren verdient.

„Es geht nicht darum, unsere Strukturen auf Nepal zu übertragen, sondern darum, Anregungen zu geben und Kenntnisse zu vermitteln, die im Trekkingtourismus direkt umsetzbar sind“, so Wolfgang Nairz, Obmann der NepalHilfe Tirol und Initiator dieses Projekts.

Spendenkonto:
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Arktis Reise 2016

12 Tage erlebten wir mit lieben Freunden „UNIVERSUM LIVE“ auf der MS Malmö, einem kleinen Eisbrecher. Von Longyyearbyen in Spitzbergen ging die Reise nach Norden, rund um Nordaustlandet und Kvitoya bis zum nördlichsten Punkt der Reise mit 92° 52´ N – nur ca 900 Km vom Nordpol entfernt.

Dank der Beobachtungen unserer Guides Morten, Naomi und Tashi konnten wir alle Tiere der Arktis, sowie Packeis, Eisberge, kalbende Gletscher und eine faszinierende Landschaft hautnah erleben.

50 Jahre Hospital in Kunde (Nepal)

Vor genau 50 Jahren wurde das Kunde Hospital von Edmund Hillary mit Unterstützung des Lions Club Neuseeland errichtet. Es ist heute noch immer das bedeutendste Krankenhaus im Solu Khumbu, der Heimat der Sherpas. Seit Anbeginn wurde das Kunde- Hillary Hospital vom Himalayan Trust und der Sir Edmund Hillary Foundation Neuseeland und Canada betreut und unterstützt. Es arbeiteten abwechselnd Ärzte aus Neuseeland und Canada im Krankenhaus. 2002 war Dr. Kami Temba, der heute Chefarzt des Hospitals ist, der erste nepalesische, einheimische Arzt. Seit 2005 sorgen sich nepalesische Ärzte, vorwiegend aus dem Sherpaland für das Wohl der Patienten.

Schon 1979 organisierten Tiroler Nepalfreunde medizinische Geräte für das Hillary Hospital. Eine Operationsliege, OP-Leuchte, sowie ein erstes gebrauchtes Röntgengerät, ein Ultra-schallgerät wurden nach Kunde gebracht. Es folgten unzählige Medikamentenlieferung, vor allem der Jahresbedarf an Antibioticas wurde zur Verfügung gestellt.

Der 50. Geburtstag des Kunde- Hillary Hospitals war ein gegebener Anlass weitere dringend notwendige medizinische Geräte als „Geburtstagsgeschenk“ zu bringen. Dies waren ein dringend benötigter Defibrilator, sowie ein tragbares EKG- Gerät mit. Dr. Bernhard Auer und der Obmann der NepalHilfe Tirol, Wolfgang Nairz übergaben die Geschenke persönlich an den ärztlichen Leiter, Dr. Kami Temba, der sich dafür herzlich bedankte.

Hunderte Menschen aus dem gesamten Solukhumbu Gebiet und den umliegenden Dörfern, sowie Ehrengäste aus Neuseeland, Canada und der NepalHilfe Tirol sowie hohe geistliche Würdenträger folgten den bunten Feierlichkeiten.

Das Kunde- Hillary Hospital wurde beim Erdbeben 2015 auch schwer beschädigt. Unmittelbar nach den Feierlichkeiten wird mit dem Neubau des Krankenhauses begonnen. Das notwendige Baumaterial wurde bereits in den letzten Monaten in mühevoller Arbeit nach Kunde gebracht. Der 450.000,00 USD teure Neubau wird zur Hälfte vom Himalayan Trust Neuseeland und Canada finanziert, die zweite Hälfte wird von der Nepalhilfe Tirol und der Reinhold Messner Stiftung getragen. Der Wiederaufbau soll innerhalb eines Jahres fertiggestellt sein. Damit kann die NepalHilfe Tirol wichtige nachhaltige Hilfe in Nepal leisten.

Nepal: Ein Jahr nach dem Erdbeben

Ein Jahr nach dem Erdbeben herrscht in Nepal in vielen Gebieten noch immer große Armut und Not. In den Tourismusgebieten hat sich zwar viel getan und die Menschen haben mit ihrem Optimismus und Fleiß ihre Häuser und Lodges, zum Teil auch wieder Stupas und Chorten wieder aufgebaut.

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In Gegenden, wo es keinen Tourismus gibt, sieht die Welt noch anders aus. Die Menschen leben zum Teil in provisorisch aufgebauten Hütten und sind erst langsam dabei, ihre Häuser wieder aufzubauen. Es gibt noch immer keine staatliche Hilfe. Die Gelder aus internationalen Spenden sind immer noch nicht ausbezahlt, obwohl es von der Regierung vielfach versprochen wurde. Die Menschen arbeiten neben dem Wiederaufbau auf ihren Feldern, aber zum Teil hat man das Gefühl, man geht durch „Geisterdörfer“, weil einfach das fröhliche, unbeschwerte Leben – wie wir es von den Nepali gewohnt sind – fehlt.

Umsomehr ist es auch notwendig, in diesen – tourismusfernen Regionen zu helfen. Deshalb wird die NepalHilfe Tirol auch den Wiederaufbau der Bung Clinic unterstützen. Die Bung Clinic, drei Tage von Phaplu entfernt im unteren Solu Khumbu, wurde von Sir Edmund Hillary 1989 erbaut und beim Erdbeben zerstört. Auch die Hillary Stiftung Deutschland unterstützt den Wiederaufbau, der für die rund 4.500 Bewohner in der näheren und ca 21.000 Bewohner in der weiteren Umgebung, wichtig ist.

Die weiteren Projekte sind im Laufen:

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Kunde Hospital

Der Wiederaufbau des Kunde Hospitals beginnt Ende Mai, nach den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen. Als „Geburtstagsgeschenk“ werden ein tragbares EKG- Gerät und ein Defibrilator an Dr. Kami überreicht.

Maya School in Sindhupalchhok

Bei der Maya School in Sindhupalchhok wurden die Arbeiten bereits begonnen und sie schreiten zügig voran

Ofenprojekt

Für die „Ofenwerkstatt“ wurde bereits ein passendes Objekt gefunden. Der Container mit Werkzeug usw ist in Kathmandu angekommen und die Werkstatt wird bis Mitte Juni fertig sein und Tek Bahadur Shresta kann dann mit der Produktion/ Fertigstellung der Öfen beginnen.

Sherpas in Tirol

Das „Sherpaprojekt 2016“ läuft Dank der Unterstützung des AMS Tirol – wenn es auch einige bürokratische Schwierigkeiten bei der Visaausstellung gab, die aber gelöst werden konnten. Allen HüttenwirtInnen danken wir und wünschen mit unseren Freunden eine gute Saison.

Danke allen für die großzügigen Spenden!

Prof. Wolfgang Nairz
Obmann NepalHilfe Tirol

Film aus Nepal: Chaurikharka

Ein Film von Marco Polo: Siegfried Giuliani, Rudi Mayr und Wolfgang Nairz.

Siegfried Giuliani und Marco Polo dokumentierten für die NepalHilfe Tirol die Hilfsaktionen in Nepal. Es entstanden berührende Bilder! Die Erstausstrahlung erfolgte in ORF III in einer „Land der Berge“- Sendung: „Nepal nach dem Erdbeben“.

Danke an Sigi und Marco für die tollen Bilder!

Nepal nach dem Erdbeben

Am 25. April 2015 bebte in Nepal die Erde und das Land stand unter Schock. Binnen Minuten wurden ganze Dörfer dem Erdboden gleich gemacht, Städte und Kulturgüter in Trümmerfelder verwandelt. Unzählige Menschen starben oder standen weinend vor ihren Häusern, denn sie hatten alles verloren, was sie sich mühsam aufgebaut haben.
Das ganze Ausmaß der Katastrophe – das durch ein zweites Erdbeben noch verstärkt wurde – wurde erst nach und nach bekannt. Ganze Landstriche waren abgeschnitten und konnten nicht erreicht werden.

Das Wichtigste war, unmittelbar nach dem Unglück, den Menschen ein Dach über dem Kopf zu geben und sie mit dem Nötigsten zu versorgen. 340.000,– wurden von der NepalHilfe Tirol bisher direkt nach Nepal gebracht. Zuerst für provisorische Dächer und Lebensmittel, damit die Menschen den Monsun überleben konnten, dann für den Wiederaufbau von Häusern, Schulen, dem Hillary Hospital in Khunde und dem Wiederaufbau von Aussenstellen des Dhulikhel Hospitals.

Darüber hinaus wurde unbürokratisch direkt Hilfe in Form von Geldspenden an schwer betroffene Familien weitergegeben.

Ein herzliches Danke!
Tashi Delek
NepalHilfe Tirol

Obmann: Prof. Wolfgang Nairz
@mail: nepal@hv-stanger.at
Homepage: www.nepalhilfe-tirol.at
Spendenkonto:
Raiffeisen Landesbank Tirol,
IBAN: AT86 3600 0000 0064 5895
Ihre Spende ist steuerlich absetzbar
Spendenbegünstigungsbescheid:
Nr. SO 2550

NepalHilfe Tirol sammelte 400.000 € für den Wiederaufbau

„Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft und den unzähligen Spenden“, freut sich Wolfgang Nairz, Obmann des Vereins NepalHilfe Tirol, über den bisherigen Verlauf seines Spendenaufrufs für die Erdbebenhilfe in Nepal. Die Hilfsaktion konzentriert sich auf die stark betroffene Region des Solu Khumbu Gebietes, wofür neben den Geldspenden außerdem Hilfsmaterial organisiert wurde. Bereits seit 11 Jahren realisiert die NepalHilfe Tirol rund um Bergsteigerlegende Wolfgang Nairz verschiedenste Hilfsprojekte in Nepal.

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Hilfe für Nepal Bericht vom Mai 2015

Liebe Freunde der NepalHilfe Tirol,

wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft und den unzähligen Spenden!
Wir sind ausserstande jedem Einzelnen zu danken und möchten dies im Namen der NepalHilfe Tirol und den Menschen in Nepal tun!

Wir haben uns – wie schon vorher erwähnt – auf die Hilfe im Solu Khumbu Gebiet und für das Dhulikhel Hospital geeinigt.

So wurden bereits Euro 85.000,- an unsere verläßlichen Partner in Nepal überwiesen, beides NGO´s, damit das Geld nicht in den Prime Minister Relief Fond wandert – sondern direkt ohne jede Umwege dort ankommt, wo es notwendig ist. Wir haben auch absichtlich darauf verzichtet Material von hier nach Nepal (ausgenommen hochwertige Medikamente für das Dhulikhel Hospital) zu senden, da mit den hohen Transportkosten vor Ort in Kathmandu wieder viel gekauft werden kann.

In erster Linie wollen wir den Wiederaufbau des Khunde / Hillary Hospitals und dessen Außenstellen finanzieren. Das Hillary Hospital ist schwer beschädigt und zum Teil wird in den Außenstellen unter Planen gearbeitet. Die medizinische Versorgung ist jedoch notdürftig gewährleistet, wie mir der Leiter des Krankenhauses Dr. Kami mitteilte. Diese Finanzierung erfolgt gemeinsam mit dem Himalayan Trust / Sir Edmund Hillary Foundation.

Das Dorf Thame im Solu Khumbu ist am meisten betroffen und gleich danach Phortse, neben vielen anderen Dörfern. Unsere Partner Sonam Sherpa / Thamserku Trekking und Tashi Tenzing Sherpa / Green Tara Foundation (und Enkel von Norgay Tenzing) haben dort bereits begonnen, den Menschen ein “Dach (Plane) über dem Kopf” zu geben. Wir konnten darüber hinaus 2.500 kg Reis, Salz, Linsen, Instant Nudeln und andere lebensnotwendige Mittel mit sechs Helikopterflügen von Lukla in diese Regionen transportieren.In Phortse wurde bei acht total zerstörten Häusern das allernotwendigste repariert, damit man im kommenden Monsun überleben kann.

Nächste Woche werden wir weitere Euro 30.000.- an das Dhulikhel Hospital senden. Auch hier sind fast alle medizinischen Außenstellen zerstört.

Alle großzügigen Spender können sicher sein, dass die Spenden direkt ohne jede Bürokratie in Nepal ankommen und verwendet werden! Dafür garantieren wir und es wird auch von unseren Partnern dementspechend dokumentiert.

Ebenso freut es mich, dass trotz anfänglicher Schwierigkeiten (zum Teil auch auf Grund des Erdbebens) das Sherpa Projekt Dank der guten Zusammenarbeit mit den Hüttenwirt/innen und dem AMS Tirol wieder stattfindet. Am 2. und 16. Juni werden unsere nepalesischen Freunde in Tirol eintreffen und auf den Tiroler Berghütten Nepal Flair verbreiten!

Der Wiederaufbau der zerstörten Dörfer und Häuser wird erst im Herbst nach dem Monsun stattfinden und auch hier ist natürlich noch Hilfe notwendig und wir zählen auch hier wieder auf Eure Goßzügigkeit

Danke an Euch alle.

Ein herzliches Namaste und Tashi Delek

Wolfgang Nairz
Obmann

Spendenkonto Erdbebenhilfe der NepalHilfe Tirol:

Raiffeisen-Landesbank Tirol
IBAN: AT86 3600 0000 0064 5895, BIC: RZTIAT22

Hilfe für Nepal nach dem Erdbeben 2015

Spendenkonto für Erdbebenopfer in Nepal

Spendenkonto für Erdbebenhilfe in Nepal

Nepalhilfe Tirol
IBAN: AT86 3600 0000 0064 5895   BIC: RZTIAT22

Liebe Freunde Nepals,

es war ein schlimmer Tag, der 25. April 2015, den Millionen Menschen in Nepal erleben mußten und die dann unzählige Menschen, die dieses wunderbare Land auch kennen und lieben gelernt hatten, in einen Schockzustand versetzten. Die Erde bebte und innerhalb von wenigen Minuten wurden ganze Dörfer dem Erdboden gleichgemacht und auch Städte und Kulturgüter in Trümmerfelder verwandelt. Unzählige Menschen mussten sterben und viele verloren alles, was sie sich in vielen Jahren erabeitet hatten.

Ich habe das Beben selbst erlebt, kurz vor Khumjung, im Sherpaland. Die Menschen standen weinend vor ihren zerstörten Häusern und gaben einander Halt. Alle waren wie traumatisiert und das Ausmaß der Katastrophe wurde erst später bekannt. Noch immer sind einige Dörfer und Regionen völlig abgeschnitten und konnten nicht erreicht werden.

Es begann in Kürze eine Welle unglaublicher Hilfsbereitschaft – nicht nur aus aller Welt- sondern auch unter den Einheimischen selbst. Wir erhielten hunderte Hilfsangebote und gleich nach meiner Rückkehr haben wir in einer “Krisensitzung” der NepalHilfe Tirol Hilfsmaßnahmen beschlossen:

Erdbebenhilfe in Langtang und Rolwaling

Uns ist klar, dass wir nicht ganz Nepal helfen können. Großartige Hilfe haben bereits Joe Einwaller und Rudi Mayr begonnen. In Abstimmung haben wir uns geeinigt, dass sich Joe Einwaller mit seinen Freunden auf die Region Langtang und Rolwaling konzentrieren wird, Rudi Mayr wird vorrangig den Wiederaufbau eines Kinderheimes in der Nähe von Kathmandu vorantreiben.

Erdbebenhilfe in Solu Khumbu

Wir, die Nepahilfe Tirol, werden uns auf das Solu Khumbu, die Heimat der Sherpas konzentrieren. Hier sind eine ganze Reihe von Dörfern völlig zerstört, das Hillary Hospital in Khunde hat schweren Schaden genommen, das Kloster Tengboche hat ebenso schwer gelitten. Glücklicherweise sind nur wenige Menschen im Solu Khumbu ums Leben gekommen. “Wir haben alles verloren – aber wir leben noch!” – haben mir viele Menschen mit weinenden Augen gesagt.

Auch die Nepalfreunde in Tirol hat dieses Ereignis sehr berührt und es hat bereits eine unglaubliche Hilfsbereitschaft eingesetzt, wofür wir uns jetzt schon bedanken möchten.

Doch was wollen und können wir tun:

Soforthilfe für Erdbebenopfer während der Monsunzeit

In erster Linie gilt es den Menschen – vor dem Beginn des Monsuns- ein Dach über dem Kopf, ein Zelt oder was auch immer zu geben. Grundnahrungsmittel für die nächsten Monate müssen zur Verfügung gestellt werden – und dies alles – ohne irgendwelche Zwischenspesen- direkt an die Menschen weiterzugeben. Darüber hinaus soll das Khunde – Hillary Hospital wieder völlig instand gesetzt werden, da es für das Solu Khumbu das wichtigste medizinische Zentrum ist.

Hilfe für das Dhulikhel Hospital und das Hillary Hospital

Als erste Soforthilfe wurden von der NepalHilfe Tirol Euro 10.000.- für das Hillary Hospital und Euro 25.000.- für die schwerst betroffenen Menschen im Solu Khumbu zur Verfügung gestellt. Unsere Partner in Nepal werden vor Ort Grundnahrungsmittel, Decken und Planen besorgen und den Transport in diese Region veranlassen. Ebenso wurde auch bereits eine Vielzahl von dringend notwendigen Medikamenten für das Dhulikhel Hospital und das Hillary Hospital besorgt.

Wiederaufbau erst nach dem Monsun

Helfen müssen wir sofort und jetzt um die ärgste Not zu lindern! Mit dem Wiederaufbau können und werden die Sherpas erst im Herbst nach dem Monsun beginnen.

Wir bitten alle, die Nepal und die Menschen Nepals liebgewonnen haben, die Herzen zu öffnen und mitzuhelfen. Jeder gespendete Euro wird dafür verwendet, wir garantieren dafür.

Spendenkonto für Erdbebenhilfe in Nepal

Nepalhilfe Tirol

IBAN: AT86 3600 0000 0064 5895   BIC: RZTIAT22

Tashi Delek und Namaste – Danke

Wolfgang Nairz   Gertrud Gabrielli-Trafoier   Hans Gastl

 

Everest Jahrestag (3.5.2014)

Am 3.Mai 1978 erreichte Wolfgang Nairz gemeinsam mit Robert Schauer, Horst Bergmann und Ang Phu den Gipfel des höchsten Berges der Erde, den 8.848 m hohen Mount Everest.

Nepali New Year (13.4.2014)

„Filmpräsentation anlässlich Neujahr 2071“

Nepal schreibt bereits das Jahr 2070. Dort wird Neujahr Mitte April gefeiert.
Anlässlich des nepalesischen Neujahr 2071,  nach europäischer Zeitrechnung also am
13. April 2014, präsentiert die Nepalhilfe Tirol das aktuelle Projekt „Wärme für Nepal“ im ORF Tirol Studio 3.
Moderiert wird dieser Filmabend von Wolfgang Nairz, dem Obmann der Nepalhilfe Tirol.

„Das Projekt“
Während eines Begleittrekkings mit Wolfgang Nairz in Nepal wurde der Tiroler Ingenieur Dieter Lhota auf die Heizungsproblematik  im Solu-Khumbu- Gebiet* aufmerksam. Fasziniert von der Idee in Nepal Entwicklungshilfe zu leisten, stellte er ein Team von Fachleuten und Spezialisten für den Ofenbau zusammen. Mit der Kamera begleitete Dietmar Löffler diese wärmebringende Entwicklungshilfe.

„Die Filmpremiere“
Das Ergebnis der zweijährigen Filmarbeit, eine 40 minütige Dokumentation über die Idee einer Tiroler Hilfe zur Selbsthilfe, wird an diesem Abend erstmals gezeigt.

Im Anschluss an den Film sprechen die Initiatoren Wolfgang Nairz und Dieter Lhota sowie der Filmemacher Dietmar Löffler über das Projekt „Wärme für Nepal“.

Eintritt: freiwillige Spenden zugunsten der Nepalhilfe Tirol
(um Voranmeldung wird gebeten)
ORF Tirol Studio 3
Tel.: 0512 566533 / Email: studio3.tirol@ORF.at

Informationen finden Sie im Internet unter: tirol.ORF.at