Nepal: Ein Jahr nach dem Erdbeben

Ein Jahr nach dem Erdbeben herrscht in Nepal in vielen Gebieten noch immer große Armut und Not. In den Tourismusgebieten hat sich zwar viel getan und die Menschen haben mit ihrem Optimismus und Fleiß ihre Häuser und Lodges, zum Teil auch wieder Stupas und Chorten wieder aufgebaut.

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In Gegenden, wo es keinen Tourismus gibt, sieht die Welt noch anders aus. Die Menschen leben zum Teil in provisorisch aufgebauten Hütten und sind erst langsam dabei, ihre Häuser wieder aufzubauen. Es gibt noch immer keine staatliche Hilfe. Die Gelder aus internationalen Spenden sind immer noch nicht ausbezahlt, obwohl es von der Regierung vielfach versprochen wurde. Die Menschen arbeiten neben dem Wiederaufbau auf ihren Feldern, aber zum Teil hat man das Gefühl, man geht durch „Geisterdörfer“, weil einfach das fröhliche, unbeschwerte Leben – wie wir es von den Nepali gewohnt sind – fehlt.

Umsomehr ist es auch notwendig, in diesen – tourismusfernen Regionen zu helfen. Deshalb wird die NepalHilfe Tirol auch den Wiederaufbau der Bung Clinic unterstützen. Die Bung Clinic, drei Tage von Phaplu entfernt im unteren Solu Khumbu, wurde von Sir Edmund Hillary 1989 erbaut und beim Erdbeben zerstört. Auch die Hillary Stiftung Deutschland unterstützt den Wiederaufbau, der für die rund 4.500 Bewohner in der näheren und ca 21.000 Bewohner in der weiteren Umgebung, wichtig ist.

Die weiteren Projekte sind im Laufen:

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Kunde Hospital

Der Wiederaufbau des Kunde Hospitals beginnt Ende Mai, nach den Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen. Als „Geburtstagsgeschenk“ werden ein tragbares EKG- Gerät und ein Defibrilator an Dr. Kami überreicht.

Maya School in Sindhupalchhok

Bei der Maya School in Sindhupalchhok wurden die Arbeiten bereits begonnen und sie schreiten zügig voran

Ofenprojekt

Für die „Ofenwerkstatt“ wurde bereits ein passendes Objekt gefunden. Der Container mit Werkzeug usw ist in Kathmandu angekommen und die Werkstatt wird bis Mitte Juni fertig sein und Tek Bahadur Shresta kann dann mit der Produktion/ Fertigstellung der Öfen beginnen.

Sherpas in Tirol

Das „Sherpaprojekt 2016“ läuft Dank der Unterstützung des AMS Tirol – wenn es auch einige bürokratische Schwierigkeiten bei der Visaausstellung gab, die aber gelöst werden konnten. Allen HüttenwirtInnen danken wir und wünschen mit unseren Freunden eine gute Saison.

Danke allen für die großzügigen Spenden!

Prof. Wolfgang Nairz
Obmann NepalHilfe Tirol