Reise: Königreich Mustang (Juni 2015)

NAIRZ-SPECIAL: KÖNIGREICH MUSTANG: Lodgetrekking im Land der Lopa

  1. – 28. Juni 2015

Erst seit 1992 ist das ehemalige Königreich Mustang mit der mittelalterlichen Hauptstadt Lo Manthang zugänglich- und auch dafür ist immer noch ein „Special Permit“ erforderlich. Entlang eines alten Karawanenweges nach Tibet hat sich hier vor Jahrhunderten das tibetische Volk der Lopa (Lo = Land im Süden) niedergelassen, bei dem zahlreiche buddhistische Gompas, Manisteine und große Chörten von der kulturell- religiösen Bindung zu Tibet zeugen. Es ist eines der letzten „Shangri La“ im Himalaya.

Hier finden wir Hochwüsten und Oasen, Klöster und Höhlentempel, eine wüstenhafte Mondlandschaft mit bizarren Felsformationen. Unsere Trekkingroute führt durch diese großartige Landschaft bis zur mittelalterlichen Stadt Lo Manthang und wieder zurück. Zur Akklimatisation besuchen wir auch den Pilgerort Muktinath.

Reiseprogramm

Mittwoch, 10. 6. 2015:
Abflug in München mit Turkish Airlines

Donnerstag, 11. 6.
Frühe Ankunft Kathmandu Transfer Hotel Yak & Yeti
Nachmittags Bummel durch die Altstadt von Kathmandu

Freitag, 12. 6.
Früher Flug nach Pokhara. Transfer ins Temple Tree Hotel. Der Tag steht zur freien Verfügung. Wir geniessen die Aussicht auf die Annapurna Gipfel und den Machhapuchhare, spazieren entlang des Ufers des Phewa Sees mit vielen Shops, Bars und Restaurants.

Samstag, 13. 6.
Früher Flug nach Jomoson , 2800 m, hoch oben in der gewaltigen Kali-Gandaki-Schlucht, dem tiefsten Canyon der Erde zwischen den Achttausendern Dhaulagiri und Annapurna. Links ragt der Dhaulagiri ins tiefe Blau des Himalaya-Himmels, rechts faszinieren die Eisflanken von Annapurna und Nilgiri. Ankunft in Jomosom und Fahrt mit dem Jeep durch das wüstenhafte Tal nach Eklabatti. Hier beginnt die Wanderung über das kleine Kloster Lupra, 2960 m, das zur Schule der „weißen Bön“ gerechnet wird, zur Lodge in der Oase Kagbeni, 2810 m. Kagbeni liegt an der uralten Handelsroute zwischen Tibet und Nepal und war einst einer der wichtigsten Handelsplätze. Prachtvolle „Stadthäuser“ und ein schmuckes altes Kloster erzählen ihre eigenen Geschichten. Zwei Nächte bleiben wir in Kagbeni und genießen vom Dach des gepflegten Hauses den Blick über die flatternden Gebetsfahnen auf die senkrechte Nordwand des Nilgiri im letzten Sonnenlicht. Hm ↑↓250 Gz 3,5 h

Sonntag, 14. 6.
Nach Muktinath, 3800 m, einen berühmten Pilgerort, wandern wir nicht nur wegen der besseren Akklimatisation. Mit Pilgern und Kaufleuten steigen wir durch winzige Weiler hinauf zum bedeutenden Wallfahrtsort am Fuße des vielbegangenen Thorong-Passes, an dem sich Hindus, Buddhisten, Jain und Bönpa treffen, um ihren Lieblingsgöttern die Ehre zu erweisen. In herrlicher Landschaft brennt hier das „ewigen Feuer” bei den 108 stierköpfigen Wasserspeiern. Der Blick reicht weit über das Kali-Gandaki-Tal zur imposanten Kulisse des Dhaulagiri. Per Jeep fahren wir entspannt zurück zur Lodge in Kagbeni. Hm ↑1150 ↓150 Gz 4 h

Montag, 15. 6.
Die notwendigen Permit- und Einreiseformalitäten nach Mustang erledigt unser Guide. Noch immer sind die Permit – Gebühren für Mustang sehr hoch! Wir starten mit dem Trek. Über Chusang folgen man nun dem Mustang Chu, wie der Kali Gandaki in seinem Oberlauf heißt, bis wir das kleine Dorf Chele, 3050 m, erreichen. Hier befinden wir uns im “Inneren Himalaya”, dessen aride Vegetationszone bereits hinter dem Hauptkamm liegt. Erdpyramiden und Einsiedlerhöhlen bestimmen das Bild, Burgen und Klöster dokumentieren die einstmals bedeutende Vergangenheit dieser uralten Handelsroute. Es sind Kleinode – jedes für sich ein Mysterium. Wir erreichen Chele. Nächtigung in Lodge. Hm ↑700 ↓450 Gz 5–6 h

Dienstag, 16. 6.
Hinter Chele verlassen wir die meist nicht begehbare Schlucht des Mustang Chu westwärts und steigen hinauf zum Seitental von Ghyakar. Nun führt der Weg über bis zu 3850 Meter hohe Pässe tief in die ockerfarbene Welt der tibetischen Hochwüste zwischen den Bergketten des Damodar – und Mustang Himal hinein. Bald erreichen wir Samar, das einer Oase gleicht und genießen die grandiose Sicht auf die Sechstausender des Damodar Himal. Wenig später kommen wir zur Lodge in Syangbuche. Hm ↑1050 ↓550 Gz 5 h

Mittwoch, 17. 6.
Kurzer Abstieg nach Geling. Über dem alten Handelsort thronen die Gompas (Gompa = Kloster) Tashi und Chöling. Der Weg führt vorbei an bescheidenen Teehäusern und den ungezählten, in den für Mustang typischen Farben schwarz, weiß und rot gehaltenen Chörten. Sie symbolisieren die Farben der aus Tibet stammenden Shakya-Schule. Die Farben stehen für die drei kraftvollen Erleuchtungswesen, schwarz für Vajrapani, rot für Manjushri und weiß für Avolokithesvara, der Schutzgottheit Tibets. In stetem auf und ab steigen wir auf den Nyi La, 4010 m, von wo sich ein herrlicher Blick auf die Annapurna-Berge bietet. Dann wandern wir hinunter nach Ghemi, 3520 m, eines der größeren Dörfer in der Region im oberen Mustang-Tal. Hm ↑550 ↓600 Gz 4 h [F/M/A]

Donnerstag, 18. 6.
Das heutige Tagesziel ist Tsarang, 3560 m, das zweitgrößte Dorf in Mustang und ein wichtiges Zentrum für Handel und Kultur. Hier findet sich eine Gompa mit Fresken aus dem 16. Jahrhundert und wertvollen Thangkas (Tempelrollbilder), die zeigen, wie einfach, bescheiden und doch kunstfertig das Leben in dieser Bergwüste ist. Die Charang Lekshey Choeling Chunmay Lobta oder kurz “Nunnery” ist eine Schule für junge Nonnen. Es gibt also einiges an diesem Tag zu erkunden. Unterwegs überqueren wir die Pässe Gemi La und Tsarang La, 3830 m, und staunen über die längste Manimauer Mustangs, ein Zeugnis lokaler Frömmigkeit und aufrichtigen Pilgerwesens. Nach Erreichen der Lodge haben wir Zeit, das Leben im Dorf zu erkunden. Hm ↑400 ↓350 Gz 3,5 h

Freitag, 19.6.
Unser heutiges Ziel ist Lo Manthang, die Hauptstadt von Mustang. Vorbei führt der Weg an einem beeindruckenden Chörten in einem unbewohnten Tal und verlassenen Höhlenwohnungen und man erreicht bald den entscheidenden letzten Übergang, 3950 m. Lo La, auch „Windy Pass“ genannt. Zuerst sieht man nur eine Stadtmauer und dahinter die Dächer des Königspalastes sowie dreier festungsartiger Klosterbauten. Die schwarz-rote Farbe der Chörten zeigt, dass auch hier die meisten Lopa Anhänger der buddhistischen Shakya-Sekte sind. Und es gibt nur ein Stadttor, das den Zugang ins „Mittelalter” ermöglicht. Das Leben der Lopa, der „Menschen aus Lo”, findet in den schmalen Gassen statt, eingekesselt zwischen den Schneegipfeln des Himalaya. Wir haben das große Ziel unseres Mustang-Trekkings erreicht und beziehen unser Quartier für zwei Nächte in der Lodge von Lo Manthang, 3806 m. Dann machen wir uns auf einem ersten Rundgang vertraut mit dieser so gänzlich verschiedenen Welt. Der alte Name des Königreiches ist Lo, das tibetische Wort für Süden, und Manthang für „Ebene der Sehnsucht“. Ethnisch Tibeter, sprechen die Einheimischen Lokye, einen regionalen Dialekt des Tibetischen. Zusammen mit der Königsfamilie leben etwa eintausend Lopa in der Hauptstadt. Jahrhunderte abgeschieden und vollständig von einer Stadtmauer umgeben, ist es eines der letzten traditionellen Shangri-La im Himalaya. Auch wenn die seit 2001 begonnene, von Tibet her führende Straße eine manchmal etwas seltsame Brücke in die Moderne geschlagen hat: Lo Manthang ist und bleibt die „Südliche Ebene der Sehnsucht“!
Hm ↑650 ↓400 Gz 4–5 h

Samstag, 20. 6.
Besichtigung von Lo Manthang und dem Dorf Thingar, 3989 m, das nördlich der Hauptstadt auf einer wasserreichen und deshalb grünen Hochebene liegt. Von einem Hügel über Thingar, 4223 m, reicht die Sicht von den Annapurna-Gipfeln bis nach Tibet hinein. Seitdem der Salzhandel mit Nepal weitgehend zum Erliegen kam, sind vor allem Viehzucht und Ackerbau die wichtigsten Erwerbszweige der Bauern. Tsos und Yaks bevölkern die Weiden, das Getreide steht satt und grün auf den Feldern. Dann geht es zur geführten Stadterkundung und Besichtigung von Lo Manthang. Natürlich besuchen wir nicht nur den alten Stadttempel, die neue Versammlungshalle und die Riesenstatue des Buddha Maitreya. Wir werden auch versuchen, eine Audienz beim König einzufädeln.
Nächtigung in Lo Manthang Hm ↑↓250 Gz 2 h

Sonntag, 21. 6.
Der Rückweg beginnt. Über Lo Gekar und den Mui La (4.170 m) wandern wir nach Ghemi.

Montag, 22. 6. und Dienstag, 23. 6.
Auf schon bekanntem Weg geht es über Samar nach Tsele und einer letzten Nacht in der schon bekannten Lodge wandern wir talauswärts über Chusang nach Kagbeni. Von hier fahren wir das letzte Stück mit dem Jeep bis nach Jomoson. Hier endet unser Mustang Trek und wir geniessen den letzten Abend mit unseren Sherpas und Trägern.

Mittwoch, 24. 6.
Flug nach Pokhara:  Während des Sichtflugs nach Pokhara können wir nochmals die Eisflanken des Dhaulagiri bewundern. Langsam senkt sich die Maschine, unter uns liegen die dichten Rhododendronwälder am Gorepani-Pass, dann landen wir am Flughafen von Pokhara, 830 m. Wir können nun im Temple Tree Hotel ausspannen und geniessen.

Donnerstag, 25. 6.
Pokhara zur freien Verfügung. Man kann eine Bootsfahrt am Phewa See oder auch eine kurze Wanderung zur Peace Stupa unternehmen, oder einfach nur am Seeufer geniessen .

Freitag, 26. 6.
Flug nach Kathmandu, Transfer ins Yak & Yeti Hotel

Samstag, 27. 6.
Kathmandu zur freien Verfügung

Sonntag, 28. 6.
Früher Transfer zum Flughafen, Rückflug mit Turkish Airlines, Ankunft in München